Gedruckt kaufen: Jahrbuch Netzpolitik 2012 – Von A wie ACTA bis Z wie Zensur

npjahresbuch_coverSeit kurz vor Weihnachten gibt es unser “Jahrbuch Netzpolitik 2012 – Von A wie ACTA bis Z wie Zensur” in digitaler Form. Dank einer Kooperation mit epubli haben wir 1000 gedruckte Bücher erhalten und einen kleinen Teil schon auf dem 29c3 gegen eine Spende getauscht. Der Rest steht jetzt hier herum, eignet sich prima als Briefbeschwerer oder Türstopper, aber noch besser als Medium, um sich über Netzpolitik zu informieren.

Wir wollen, dass die Bücher durch die Welt reisen und von Menschen gelesen werden. Hier kommt Ihr ins Spiel! Die gedruckten Bücher gibt es exklusiv bei uns und wir verschicken sie für 10 Euro inklusive Porto. Davon kommen 8,90 Euro direkt bei uns an. Den Rest gewinnt die Post.

Der Weg dahin führt über ein Formular am Ende des Artikels, wo Du Deine Kontaktdaten eingibst. (Oder Mail an kontakt@netzpolitik) Wir schicken unsere Kontodaten und Du überweist uns 10 Euro mit dem Zweck “Netzpolitik-Jahrbuch”. Sobald das Geld auf unserem Konto ist, schicken wir Dir ein Buch. Oder auf Wunsch mehrere, wenn Du mehr überweist. Gerne auch mit netzpolitik.org-Aufkleber fürs Notebook oder Auto.

Du hast das Buch bereits heruntergeladen und es hat Dir gefallen? Dann hilf uns, das gedruckte Buch zu bewerben! (weiterlesen …)

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Urheberrechtsdebatte in Österreich: Für wen lobbyiert eigentlich “Kunst hat Recht”?

Die Wikipedia definiert Astroturfing wie folgt:

Der Begriff Astroturfing, auch Kunstrasenbewegung, bezeichnet [...] politische Public-Relations- und kommerzielle Werbeprojekte, die darauf abzielen, den Eindruck einer spontanen Graswurzelbewegung vorzutäuschen. Ziel ist es dabei, den Anschein einer unabhängigen öffentlichen Meinungsäußerung über Politiker, politische Gruppen, Produkte, Dienstleistungen, Ereignisse und ähnliches zu erwecken, indem das Verhalten vieler verschiedener und geographisch getrennter Einzelpersonen zentral gesteuert wird.

Bei der österreichischen Initiative “Kunst hat Recht” handelt es sich um so einen Fall von Astroturfing. Von Verwertungsgesellschaften mit beträchtlichen finanziellen Mitteln ausgestattet versucht eine PR-Agentur den Eindruck zu erwecken, es handle sich bei der Initiative um eine Graswurzelbewegung von Kunstschaffenden.

Seit ihrer Gründung versucht sich “Kunst hat Recht” mit zweifelhaften Initiativen an Meinungsmache. Ursprünglich hatte die Initiative sogar die Vorratsdatenspeicherung für die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen im Netz gefordert, was zur Gründung der Gegeninitiative ”Kunst gegen Überwachung” und schließlich zur Abschwächung diesbezüglicher Forderungen im Zuge der Anti-ACTA-Proteste führte.

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Relaunch von Reiseführer WikiVoyage nach Fusion mit WikiTravel-Community

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Wenn der wiki-basierten Reiseführer WikiVoyage kommende Woche offiziell unter dem Dach der Wikimedia Foundation Einstand feiert, dann war das keine leichte Geburt. Grund für den Relaunch samt neuem Logo ist die Fusion oder besser Wiedervereinigung der Communities der beiden zuvor parallel und außerhalb der Wikimedia-Wikis betriebenen Plattformen Wikitravel und Wikivoyage. Den offiziellen Starttermin verkündete Wikipedia-Mitgründer Jimmy Wales im Rahmen eines Auftritts beim Colbert Report.

Das neue Logo ist das Ergebnis eines zweistufigen Designwettbewerbs (vgl. Stufe 1 und Stufe 2), über den gemeinsamen Namen wurde ebenfalls diskutiert und abgestimmt.

Zuvor hatte es aber sogar gerichtliche Auseinandersetzungen mit dem Betreiber und Inhaber der Marke Wikitravel, der Firma Internetbrands, gegeben. Diese hatte zwei WikiTravel-Autoren in Los Angeles wegen geschäftsschädigendem Verhalten verklagt. Dessen Community hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits größtenteils in Richtung Wikivoyage verabschiedet.  (weiterlesen …)

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VG-Wort-Problem bei Multi-User-Blog

Hat hier jemand Erfahrung mit der VG Wort und einer automatisierten Übermittlung der Zählpixel? Wir würden gerne Zählpixel hier verwenden, weil wir wahrscheinlich seit Jahren Geld verschenken, indem wir das nicht tun. Nun haben wir aber ein kleines Problem: Soweit wir das verstanden haben, muss jeder Autor bei der VG Wort sein. Zumindest möchte die Automatisierung für jeden einzelnen Autoren eine Mitgliedsnummer übertragen. Nun haben wir hier 71 Accounts, auch wenn weniger regelmäßig schreiben, aber selbst von den regelmäßigen Autoren ist nicht jeder VG Wort-Mitglied oder möchte es werden. Bei Tests der automatischen Übermittlung wird immer nur eine Fehlermeldung ausgegeben.

Oder um es mit den Worten unseres Admin zu sagen:

Es scheint, von den SOAP Schnittstellen her das man beim Weiterleiten des Textes immer Autoren mit ‘CardNo’ also Mitglieder Kartei abgeben muss. Wir fragen uns ob wir als ‘Verleger’ die Autoren im Verlag Kontext erfassen dürfen oder ob sie alle selber Mitglied werden?

Kennt jemand das Problem und hat eine Lösung?

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Berliner Initiativen organisieren sich gegen anlasslose Videoüberwachung und “Übersichtsaufnahmen” bei politischen Versammlungen

Verschiedene Berliner Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen rücken das Thema Videoüberwachung in den Blickpunkt. Die Humanistische Union (HU) lud zu einem ersten Vernetzungstreffen gegen die anlasslose Videoüberwachung auf Demonstrationen. Hintergrund ist eine Klage anlässlich einer Anti Atom-Demonstration, auf der die Polizei wie üblich sogenannte “Übersichtsaufnahmen” angefertigt hatte. Im September 2010 stellte das Verwaltungsgericht die Rechtswidrigkeit der Maßnahme fest. Das störte die CDU und SPD herzlich wenig: Im Koalitionsvertrag wurde 2011 verabredet, eilig eine Ermächtigungsgrundlage für die “Übersichtsaufnahmen” bei Versammlungen zu schaffen. Bis dahin filmt die Polizei aber munter weiter.

Im Oktober hatte die Landesregierung schließlich einen Gesetzentwurf vorgelegt, der nun an den Innenausschuss überwiesen wurde. Unter dem Titel “Gesetz über Übersichtsaufnahmen zur Lenkung und Leitung des Polizeieinsatzes bei Versammlungen unter freiem Himmel und Aufzügen” geht die Koalition sogar noch über die frühere Praxis hinaus. (weiterlesen …)

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Unser Blog soll schöner werden (VI): Crowdfunding?

In einem Prozess wollen wir mit Euch unser kleines Blog weiterentwickeln. Nach Beiträgen darüber, wer uns liest, wer wir sind, wie wir aussehen könnten, welche alten und neue Formate möglich sind sowie was das kostet und einbringt, kommen wir heute zur Frage, ob Crowdfunding machbar wäre und wenn ja, wie.

Als eine mögliche Option zum weiteren Ausbau und zur Refinanzierung dieses Blogs wurde uns immer wieder Crowdfunding genannt. Wir haben das mal mit langjährigen Wegbegleitern theoretisch durchgespielt. Bei journalistischen Inhalten funktioniert es leider noch nicht so stark wie z.B. bei Konsumprodukten, bei denen man tatsächlich bei einem Crowdfunding-Erfolg etwas in die Hand bekommt. Bei uns bekäme man eher was virtuelles in Form von mehr Inhalten.

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Aber gehen wir das mal durch: Sagen wir, jede 30 Stunden Redakteurs-Stelle kostet rund 30.000 Euro/Jahr (zumindest bei unseren Fast-Selbstausbeuter-Gehältern). Wäre es realistisch, dass wir über Crowdfunding eine oder zwei Stellen finanzieren könnten? (Also ohne aktuelle skurrile Abmahnung, wogegen immer sofort und viel gespendet wird?) Wenn man das weiter verfolgen würde, käme man vor allem zu zwei Optionen. (weiterlesen …)

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Niedersachsen-Parteien beantworten Wikimedia-Wahlprüfsteine

Demnächst ist Landtagswahl in Niedersachen. Die beiden Lager CDU/FDP und SPD/Grüne liegen fast gleich auf, die FDP könnte reinkommen, die Piraten und Linken vielleicht auch. Der Wikimedia Deutschland e.V. hat umfangreiche Wahlprüfsteine an alle dort antretenden Parteien geschickt und jetzt die Antworten der sechs aussichtsreichsten Parteien veröffentlicht. Eine Zusammenfassung findet sich hier: Flachland der Einigkeit: Die Wahlprüfsteinantworten aus Niedersachsen.

Und das war der Fokus:

Unser inhaltlicher Schwerpunkt war diesmal einzig der Themenkomplex “Staatliche Werke”. Darunter fassen wir übrigens auch die gebührenfinanzierten Inhalte des faktisch (im Falle des ZDF nicht immer praktisch) staatsfernen Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks.

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Steinbrück weiß, was Wähler wollen

Das Portal Abgeordnetenwatch hilft dabei, eine Brücke zwischen Bürgern und Abgeordneten zu bauen, und Transparenz bei Bürgeranfragen und Politikerantworten zu schaffen. Allerdings sehen nicht alle Politiker die Chancen, einer transparenten Kommunikation. Viele verweigern sich dem offenen Dialog. Dazu gehört auch der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Dieser bekommt offensichtlich nicht ausreichend Personal vom SPD-Onlinewahlkampf. Sonst würde er wohl die Chance nutzen, seine Meinungen und Positionen auch noch auf Abgeordnetenwatch als weiteren Kanal zu kommunizieren.

Bisher verweigerte er sich einer Bürgerkommunikation auf Abgeordnetenwatch mit der durchaus üblichen Praxis bei einem Teil der Abgeordneten, dass man sich doch direkt mit Fragen an sein Büro wenden könne.

Nun als SPD-Kanzlerkandidat liest man im Profil von Peer Steinbrück:

Herr Steinbrück hat sich dagegen entschieden das Portal abgeordnetenwatch.de zu nutzen, da er der Überzeugung ist, dass es keinen Mehrwert für die Wählerinnen und Wähler schafft.

So kann man das auch sehen. Muss man aber nicht. Ich bin mir sicher, dass viele Wählerinnen und Wähler durchaus einen Mehrwert durch eine offene Kommunikation, vor allem in Wahlkampfzeiten sehen. Auch und gerade auf Abgeordnetenwatch. Vor allem hab ich immer noch nicht verstanden, was aus Sicht eines Politikers besser daran sein soll, wenn man Fragen direkt 1:1 beantworten möchte. Vielleicht einfach nur die Möglichkeit, dass kaum jemand mitbekommt, dass man viele Fragen einfach nicht beantwortet?

Man kann natürlich Abgeordnetenwatch auch so nutzen wie Angela Merkel. Bei ihr steht unter jeder Bürgeranfrage:

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.

Wenigstens spart sie sich in ihrer Verweigerung einen blöden Spruch.

Anders machen es zahlreiche Abgeordnete aller Parteien, die regelmäßig und transparent Bürgeranfragen auf ABgeordnetenwatch beantworten. Ich finde ja immer noch, einen solchen offenen Service müsste eigentlich der Deutsche Bundestag als Service anbieten. Oder Abgeordnetenwatch dafür finanzieren.

Update: Abgeordnetenwatch will kein Geld vom Bundestag. Wegen Geldhahn zudrehen können. Von mir aus können es auch Öffentlich-Rechtliche Gelder sein.

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Unser Blog soll schöner werden (V): Finanzierung

In einem Prozess wollen wir mit Euch unser kleines Blog weiterentwickeln. Nach Beiträgen darüber, wer uns liest, wer wir sind, wie wir aussehen könnten und welche alten und neue Formate möglich sind, kommen wir heute zu Fragen der Refinanzierung.

Als Blogger wird man reich und schön!?

Das mag theoretisch im Rahmen des Möglichen liegen, aber zumindest nicht als Netzpolitik-Blogger. Die Themen, womit man als Blogger Geld verdienen kann, sind in der Regel die unpolitischsten. Mode, Unterhaltung, Gadgets, alles rund um Konsum. Es gibt auch Gründe, warum Anzeigen bei klassischen Medien ungern auf den Politik-Seiten gebucht werden.

Wir haben mal Kassensturz gemacht und geschaut, was dieses Blog monatlich an Einnahmen und Ausgaben hat und welche Optionen es geben könnte, um mehr Redaktionskapazitäten zu schaffen. Dieser Artikel ist etwas länger, weil verschiedene Optionen mit Vor- und Nachteilen diskutiert werden. Wir hoffen trotzdem, dass viele ihn lesen, uns Feedback geben und uns in einer Entscheidungsfindung unterstützen. Weil Ihr als Leserinnen und Leser genauso dieses Blog seid wie wir Schreibenden.

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Unsere derzeitigen monatlichen Ausgaben

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